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Unsere Quellen

Unsere Quellen

Wir haben das Glück, mehrere Mineralwasserquellen unter unserem Dach zu führen. Wir tragen damit eine Verantwortung für den bewussten Umgang mit dem natürlichen Mineralwasser, das uns diese Quellen liefern. Die Nähe zur Natur ist uns wichtig. Wir teilen uns mit ihr das Lebenselixier: Das Wasser.

Unser bekanntestes natürliches Mineralwasser, das Passugger, gewinnen wir seit über 125 Jahren aus der Theophil-Quelle in Passugg. Die Allegra-Quelle befindet sich im Nachbardorf, in Malix. In Passugg zählen zudem noch vier historische Heil- und Medizinalquellen –  Belvedra, Fortunatus, Helene, Ulricus – zu unserer Familie. Aktuell werden diese nicht kommerziell genutzt. Für Ulricus allerdings arbeiten wir gerade an einer Neulancierung.

Theophil: Heilquelle und Mutter von Passugger

Die Theophil-Quelle liegt etwas ausserhalb von Passugg, in der engen und wildromantischen Rabiosaschlucht. Schon vor über 400 Jahren haben Menschen entdeckt, dass hier ein besonderes, mineralhaltiges Wasser aus den Felsen dringt. Ihren Namen hat die Quelle allerdings erst seit gut 140 Jahren. Damals legte Theophil von Sprecher den Grundstein zur kommerziellen Nutzung des Mineralwassers.

Seit 1896 wird die Theophil-Quelle kommerziell genutzt und mittlerweile ist Passugger eines der bekanntesten Mineralwasser der Schweiz – trotzdem haben wir an der Quelle seit 1896 kaum etwas verändert.

Schieferkavernen wie anno dazumal

Das Wasser der Theophil-Quelle sammelt sich in unterirdischen Schieferkavernen. Hermetisch abgeriegelt ist es komplett naturrein. Unsere Vorfahren haben fünf Stollen ins Gestein geschlagen und kleine Leitungen zu den Kavernen gelegt. Die Stollen sind sieben bis acht Grad kühl. Mineralien wie Kalk und Eisen haben das dunkle Gestein verfärbt. Urtümliche Formen verleihen den Räumen eine kraftvolle, andächtige Atmosphäre. Das Mineralwasser, das das Gestein ringsum benetzt, schafft eine reine, frische Atmosphäre – ein Ort, der auch langjährige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Mineralquellen immer wieder von Neuem berührt und begeistert. In fünf Grotten wird das Wasser gefasst und von dort zur Abfüllung geleitet. Das Privileg zu haben, Passugger hier zu fassen und in unmittelbarer Nähe der Quelle naturrein in Flaschen abzufüllen, finden wir faszinierend und es bereitet uns täglich Freude.

Älteste Mineralwasser-Marke der Schweiz

Bis heute ist der Quellen-Name fester Bestandteil jeder Flasche Passugger. Nach dem möglichst kurzen Weg ins Tal, in unsere Abfüllanlage, wird das Passugger mit Kohlensäure angereichert und dann direkt in Flaschen abgefüllt. Passugger ist die älteste Mineralwasser-Marke der Schweiz. Der langen Tradition dieses Mineralwassers aus unserer Heimat sehen wir uns verpflichtet und setzen es keinen Trends aus, weil es genau so, wie es seit 1896 gefasst wird, richtig ist.

Für uns ist Passugger ganz einfach: Die Quelle der Gastfreundschaft seit 1896.

Allegra: Ausgewogen und auf Lehm gereift

Im Nachbardorf von Passugg, in Malix, ist unsere Allegra-Quelle daheim. Im Innern des Berges wird das wertvolle mineralische Wasser in Gesteins- und Lehmschichten viele Jahre zurückgehalten, bevor es durch Klüfte von Schiefergestein zum Austritt fliesst – zur Allegra-Quelle.

Die Quelle wurde quasi zwei Mal entdeckt: Vor über hundert Jahren stellte man fest, dass auf einer Wiese in Malix sehr viel Wasser austritt und darunter wohl eine ergiebige Quelle liegt – das Quellrecht ging auf die Passugger Heilquellen über, die es jedoch lange nicht nutzten.

Mehr gefunden als erhofft

Erst Ende des letzten Jahrhunderts erinnerte man sich wieder an die Quelle, als man im Betrieb in Passugg Bedarf für Brauchwasser hatte. Ein Rutengänger half dann, die Quelle möglichst behutsam zu erschliessen. Denn: Eine so natürliche Quelle, wie Allegra ist, lebt mit Mond und Gezeiten – gräbt man sie zum falschen Zeitpunkt an, so kann es sein – das wissen Experten –  dass sie sich einfach einen anderen Weg sucht.

Bei Allegra hatten die Verantwortlichen gleich doppeltes Glück. Die Quellenerschliessung klappte auf Anhieb, mit einem kleinen Bagger. Und schon bei den ersten Labor-Untersuchungen stellte man fest, dass das Wasser nicht nur im Betrieb benutzt werden kann – sondern dass es ein wunderbares natürliches Mineralwasser ist.

Charakterstarkes Mineralwasser

Das Allegra-Mineralwasser wird durch die Ruhe, die dieser Ort ausstrahlt, geprägt. Und durch die Zeit, die vergeht, bis die Natur das Wasser frei gibt. Die Tiefe seiner Herkunft ist mit jedem Schluck zu spüren – fast ist es, als ob jede Gesteins- und Lehmschicht ihren sensorischen Marker hinterlassen hätte.

Das Mineralwasser kommt in seinem natürlichen Stadium direkt in die Flasche. Ein zurückhaltendes, äusserst ausgewogenes und in seiner Mineralisierung konstantes Stück Graubünden, von dem manche sagen, seine ruhige Charakterstärke könne man degustativ eindeutig feststellen.

Allegra Finin mit Kohlensäure

Anfangs füllten die Mineralquellen Allegra ausschliesslich als stilles Wasser ab. Seit 2009 wird es auch mit Kohlensäure angereichert angeboten. Nicht ganz zufällig: Die Gastronomie fragte nach einem kohlensäurehaltigen Wasser für den Offenausschank. Für unser Team bedeutete das mehrere Monate sensorische Versuche, in denen wir die exakt richtige Menge Kohlensäure festlegten. Herausgekommen ist Allegra Finin, mit etwas geringerem Kohlensäure-Anteil als Passugger. Weil ebenfalls der Mineraliengehalt niedriger ist, als jener von Passugger, sprich, die Kohlensäure anders gebunden wird, ist Allegra Finin unser Medium-Mineralwasser und hat eine eigene Fan-Gemeinde.

Wir finden: Das Mineralwasser aus der Allegra-Quelle kommt sowohl mit als auch ohne Kohlensäure wunderbar zur Geltung. 

Belvedra, Fortunatus, Helene, Ulricus – unsere historischen Heilquellen

Wie anno dazumal sind unsere vier traditionellen, kleinen Heilquellen aktiv und die Brunnenstuben sind begehbar. Der Mineralstoffgehalt von Belvedra, Fortunatus, Helene und Ulricus ist noch deutlich höher als der von Passugger und Allegra. Das Wasser aus diesen Quellen war früher fester Bestandteil von Heilkuren in Passugg. Ulricus wurde noch bis in die Neunzigerjahre in Flaschen abgefüllt und als Medizinalwasser verkauft. Aktuell werden diese vier Quellen kommerziell nicht genutzt. Nun möchten wir das hochwertige Mineralwasser wieder einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen. Wir beobachten momentan die Ulricus-Quelle ganz genau, messen kontinuierlich ihren Mineralgehalt und hoffen, dass Ulricus bald wieder die Sinne von Schweizerinnen und Schweizern beleben wird.